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Neues von und über
Moses Rosenkranz

Moses Rosenkranz, vermutlich 70er-Jahre. Foto: Anonym

Ein neuer Film über Moses Rosenkranz; Buch und Regie Dr. Matthias Huff
Schon einmal, 1998 anlässlich der Herausgabe des Gedichtbandes „Bukowina“, hat der Fernsehredakteur Matthias Huff für eine „Aspekte“-Sendung einen Film über Rosenkranz gedreht und damit überhaupt erst eine Öffentlichkeit für den Dichter hergestellt. Die neue umfassende DVD entstand auch an Original-Schauplätzen in Czernowitz, der Bukowina und in Bukarest mit Unterstützung von Literaturwissenschaftler:innen der Universitäten Gießen und München sowie dem Museum für jüdische Kultur und Geschichte der Bukowina. Der 30-minütige Film ist für eine Schutzgebühr von 10 Euro beim Rimbaud Verlag, Aachen, zu bestellen.

Vorwurf: Die mit dem Werk von Moses Rosenkranz Beschäftigten wurden mit einem begründeten Vorwurf konfrontiert. In den 70er-Jahren sei es zu sexuellen Handlungen von Rosenkranz an Kindern gekommen. Mehr dazu auf den Seiten des Rimbaud Verlages und auf der nächsten Seite dieser Website (ein Interview mit einem Missbrauchsopfer).

Missbrauchsvorwürfe gegen
Moses Rosenkranz

Foto: Anonym

Im Frühherbst 2018 meldete sich ein Pfarrer und Psychologe aus Hessen bei dem Verleger Bernhard Albers mit dem Hinweis, der Dichter Moses Rosenkranz habe sich an Jungen sexuell vergangen. Albers und Walter Hörner haben nicht nur alle Bücher ediert, die seit den 1990er Jahren von Moses Rosenkranz erschienen sind, sondern der Rimbaud Verlag hat sich mit der Reihe Bukowiner Literaturlandschaft in über 100 Titeln große Verdienste erworben.

Nach einigen Tagen erhielt ich eine Mail von Herrn M. K., der als Kind 1972 und 1973 von Rosenkranz vergewaltigt und psychisch gequält worden war. Wir telefonierten, trafen uns zu einem ersten Gespräch, etliche folgten.    

Albers hatte auch die Idee, die Erinnerung in der Form eines Gesprächs festzuhalten – ein Akt des Beistands, der im Entsetzen endet: Wie kann ein Mensch, zumal ein Mann von Geist, der zur NS-Zeit und anschließend von den sowjetischen Schergen über viele Jahre gefoltert worden war, einem kleinen Menschen derartiges Leid zufügen?

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